Bericht eines Teams
Seit letztem Sommer lebt nun Happy bei mir. Es gab immer in mir den Wunschnach einem Hund, aber meine Frau und meine Freunde rieten mir stets davon ab.Es gab -zig Gründe,
nicht zuletzt auch meine Behinderung, die gegen eine Anschaffung sprachen. Stattdessen kaufte
ich mir monatlich immer wieder ein neues Hundebuch, so konnte
ich den Traum vom eigenen Hund am Lebenerhalten. Auf einer Hundemesse stieß ich
dann auf den Stand von HfH (Hunde für Handicaps).
Ich erhielt ein Faltblatt über die Tätigkeit des Vereins. Die Hilfeleistungsmöglichkeiten eines Behindertenbegleithundes (BBH) für einen behinderten Menschen faszinierten mich. Ich zeigte das
Faltblatt meiner Frau, die es sich interessiert anschaute. Plötzlich fand auch sie die Idee eines eigenen Hundes, zumal eines BBH, gar nicht so abwegig.
Daraufhin setzte ich mich mit dem Verein in Verbindung. Es folgten diverse Gespräche, um herauszufinden, ob ein fremdausgebildeter Hund für mich das Richtigewäre oder, ob ich mir auch zutrauen würde, mit Hilfe des Vereins einenHund selber auszubilden. Heute bin ich froh, dass ich mich für einen fremdausgebildeten Hund entschieden habe, denn ich weiß jetzt wie schwer es istund wie viel Konsequenz für die Erziehung eines solchen Hundes notwendigist. Damals ging mein Wissen über Hundeerziehung über das allgemeine`Hausfrauenverständnis` nicht weiter hinaus.
Im Mai 2006 ergab sich für mich die Möglichkeit einen BBH zu bekommen. Ich lernte Happy kennen. Sie gefiel mir von Anfang an. Aber würden wir beide es zusammen schaffen? In der Einarbeitungszeit kamen mir so meine Zweifel. Das lag nicht an den Trainern, sondern bei mir lief scheinbar alles schief: ich benutzte aus Versehen die falschen Hörzeichen oder sie kamen ander falschen Stelle oder ich vergaß Happy zu bestätigen. Es war so viel Neues, was ich lernen musste. Dabei hatte ich doch gedacht, dass der Hund eingearbeitet werden sollte. Stattdessen musste ich lernen, wie ich mit dem Hund in Zukunft umgehen muss.
Denn Happy kannte die Hilfeleistungen schon, sie brauchte
nur ein Herrchen, der weiß, wie man durchHörzeichen die Hilfeleistungen abruft.
Die Einarbeitungswochen haben mirwirklich sehr viel gebracht, obwohl sie
hart waren, möchte ich sie nicht missen.
Happy und ich leben nun schon fast ein
Jahr zusammen. Mein Tagesablauf hatsich vollkommen geändert; die Gammelei
hat ein Ende. Die größte Hilfe für mich ist Happy beim Apportieren von
Gegenständen und beim Türen schließen. Sie kann Gegenstände aus dem
Nachbarzimmer holen. Vergesse ich abends mal das Licht im Erdgeschoss
auszumachen, kann ich sie nach untenschicken, um es zu tun. Müsste ich das
selber machen, wäre dies mit sehr vielAufwand verbunden. Es gibt viele Dinge,
die sie für mich tut und so mirmein Leben erleichtert.
Ich würde mir wünschen, das noch mehr behinderten Menschen ein BBH zur Seite gestellt werden könnte, denn diese
Hunde stellen eine echteErleichterung bzw. Bereicherung für den
Halter da.
