Hier auf dem Foto ist der Hals und der Kopf eines weißen Golden Retriever zu sehen, der mit seinen dunklen Mandelaugen fotogen in die Kamera blickt. Im Hintergrund ist eine grüne Rasenfläche mit Bäumen zu sehen.  Die Sonne scheint zwischen den Blättern hindurch. Es ist ein Spiel mit Licht und Schatten.
Das Bild zeigt das neue offzizielle Hunde für Handicaps Logo. Eine gelbe Raute, die blau umrandet ist. Mittig ist ein blauer, stilisierter Rollstuhlfahrer. Vor dem Rollstuhlfahrer sitzt ein Assistenzhund, der dem Rollstuhlfahrer seine Pfote gibt. Im oberen Bereich der Raute ist ein dicker gelber Balken, blau umrandet, mit der blauen Aufschrift "Assistenzhund". Im unteren Bereich der Raute, passend zum oberen Schriftzug der Text  "Hunde für Handicaps".
Assistenzhunde für mehr
Lebensqualität und Flexibilität!

Toby und Christian

Hallo,

ich bin Christian und ich bin schon ganz lange Mitglied bei Hunde für Handicaps. Nur meine Familie und wenige Freunde kennen mich länger als die Leute hier im Verein. Man könnte sagen, dass ich quasi im und mit dem Verein aufgewachsen bin.

Kennengelernt habe ich den Verein über einen Freund noch bevor ich einen eigenen Hund hatte. Er hat damals seinen weißen Schäferhund bei Hunde für Handicaps ausgebildet und war in der ganzen Wohngegend bekannt.

1994 war es dann soweit: ein schwarzer Labrador Retriever zog bei uns ein. Er sollte unser Familienhund werden. Ich war damals 14 Jahre alt und wir sind mit ihm zur Welpengruppe und später zum Training im Verein gegangen. Meine ganze Familie war in die Ausbildung involviert, denn ich musste zum Trainingsplatz gefahren werden und eigentlich mussten wir alle lernen. Ich erinnere mich noch genau, wie der junge Hund während der Trainingsstunde quer über den Platz, um das große Gebäude rum außer Sicht gerannt ist, nur um meine Oma zu begrüßen, die auf der Bank in der Sonne saß. Sie hat wirklich nichts gemacht, aber die Hoffnung auf ein Würstchen aus ihrer Küche war aus Erfahrung berechtigt und für meinen Hund Grund genug, mal bei ihr vorbeizuschauen. Ach, das waren die Anfänge. Später mit beidseitig zunehmenden Alter, Training und Erfahrung sind wir ein eingespieltes Team geworden, auch wenn unser Hund immer ein Familienhund blieb. Wir haben dann noch einen zweiten schwarzen Labrador bekommen, der zunächst meine Schwester und dann mich bis 2010 zu Hause begleitet hat.

Danach hatte ich durch den Verein das Glück, dass ich für fast sieben Jahre tageweise Lucie, eine ausgebildete Assistenzhündin, betreuen durfte. Und da habe ich den Unterschied gemerkt, wie toll sich ein ausgewählter und ausgebildeter Assistenzhund verhält und wieviel Hilfe er im Alltag bedeutet. Lucie war übrigens eine schwarze Labrador Retriever Mischlingshündin.

Mann (Christian) mit schwarzem Labrador Retriever (Toby) an der Leine laufen auf den Bürgersteig. Beide schauen in die Kamera. Toby geht fuß.
Christian und Toby
Auf dem Foto ist Toby, ein schwarzer Labrador Retriever. Er sitzt auf einer gepflasterten, grauen Fläche und schaut mit treuen, aufmerksamen Augen in die Kamera. Er trägt eine schwarze Leine.

Toby wartet mit mir auf die Anderen.

Und seit zwei Monaten lebt nun Toby bei mir. Vielleicht kennt Ihr Toby schon, denn er ist ein Welpe des Vereins, der hier in Berlin bei Bernadette im Rahmen des Patenprogramms aufgewachsen ist. Sie hat mit Hilfe der Trainer den jungen Hund großgezogen und trainiert. Anschließend ging Toby zur Spezialausbildung zu Anna in der Nähe von Frankfurt. Seine Grundausbildung wurde gefestigt und er lernte verschiedene Hilfeleistungen, die meinen Alltag erleichtern.

Toby ist ein schwarzer Labrador (nochmal: ich kann mein Glück nicht fassen), der ganz Labrador-typisch seinen ganzen Körper bewegen muss, wenn er einen begrüßt. Er tobt gerne mit anderen Hunden und geht jederzeit schwimmen.

Toby hilft mir beim Einkaufen in dem er mich in den Supermarkt begleitet und mit Packtaschen meinen Einkauf trägt. Er hält mir die Eingangstür im Haus auf, in dem er sich davor setzt damit sie nicht zugehen kann. Er hebt mir alle möglichen Gegenstände vom Boden auf und hilft mir bei weiteren Dingen, wo ich mich mühsam Bücken muss. Er hilft mir beim Anziehen der Hose, in dem er sie am Bund hoch reicht. Er öffnet und schließt die Spülmaschine, zieht den unteren Korb hervor und schiebt ihn hinein. Außerdem bringt mir Toby in der Wohnung eine Stütze, im Fall der Fälle, wenn ich mal vom Boden aufstehen muss. Aber ich genieße auch den Alltag mit Toby. Er wurde hoch erfreut auf Arbeit im Büro empfangen und wir haben schon viele andere Hundehalter in der Nachbarschaft kennengelernt.

Aktuell trainieren Toby und ich für die Assistenzhund-Team Prüfung, die wir gerne im Herbst ablegen wollen. Wir werden dabei von weiterhin intensiv von Kerstin vor Ort in Berlin und Anna per Videoschaltung betreut. Wir üben regelmäßig gemeinsam und sie stehen mir jederzeit bei Fragen zur Seite.

Ihr seht, es steckt viel Arbeit darin, aus einem niedlichen Welpen einen Assistenzhund zu machen. Der Verein hat bereits jetzt schon viel Arbeit und Geld in Toby investiert; ganz abgesehen von der ehrenamtlichen Arbeit der Paten, die in so einem Programm unersetzlich sind. Leider gibt es für die Ausbildung von Assistenzhunden immer noch keinen Kostenträger, sodass  der Verein und ich für Tobys Ausbildung auf Spenden angewiesen sind. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle an euch wenden und euch bitten, die Arbeit des Vereins durch eine Spende zu unterstützen. Vielleicht kennt ihr Menschen, die bereit wären, unser Projekt `Assistenzhund` zu unterstützen!? Ich freue mich über jede Spende und Anregung von euch und grüße euch ganz herzlich,

Christian

Toby wurde hocherfreut auf Arbeit im Büro empfangen.

Wir üben die Packtaschen zu tragen. Erstmal sind sie mit Luftpolstern gefüllt.

Wir warten auf den Zug.

Toby ist jederzeit bereit schwimmen zu gehen.

Aber er entspannt sich auch gerne.

Wirklich gerne!

Schwarzer Labradorwelpe schaut in die Kamera.

1994

Mein erster Hund Akiba, als er noch ein Welpe war.

Mann mit schwarzem Labrador übt Fuß.

Meine ganze Familie war in die Ausbildung involviert.
Mein Vater trainiert auf dem Vereinsgelände.

Kind mit schwarzem Labrador sitzen auf einer Treppe am See.

Akiba und ich am See

Kind mit schwarzem Labrador gehen spazieren.

Beim Spaziergang

Schwarzer Labrador sitzt auf einer Mauer.

1995

Mit anderthalb Jahren

Erwachsener Labrador und ein Welpe.

Ori

1997 bekamen wir unseren zweiten Hund Ori.

Akiba und Ori

Als sie beide groß waren.

Auf dem Bild kannst du schwarzen Labrador Retriever Toby sehen. Er liegt auf einer Wiese, neben ihm der weiße Schäferhund Filou. Tobys schwarzes Fell glänzt in der Sonne.  Filou hat seinen Blick einem kleinen Ball zugewandt, der in der Mitte von den beiden liegt.

Filou und Ori

Genau! Filou ist der weiße Schäferhund.